Malerei / Leinwand
1969 - 1972
1973 - 1974
1975 - 1983
1984 - 2003
Malerei / Papier
1972 - 2000
Erotisches

Vita Presse

 

Ausstellungen


W E R N E R   H A N S C H E

Biografisches

Werner Hansche, geboren am 7. Mai 1928 in Mannheim, einziges Kind einer Bauerntochter und eines Schiffsbautechnikers, war stets ein eigenwilliger Individualist, an dem jegliche Versuche, ihn zu einem vernuenftigen, rational denkenden und handelnden Erwachsenen zu erziehen, scheitern mussten. So kann er dem in der Schule dargebotenen Stoff wenig abgewinnen. Er bricht sie frueh ab mit dem Wunsch, Taenzer zu werden, eine Herzschaedigung verhindert dessen Erfuellung.

1947 schreibt er sich an der Freien Akademie Mannheim ein, um Bildhauerei und Malerei zu studieren. Nach knapp einem Jahr hat er sich bereits mit allen Lehrern ueberworfen. Er verlaesst die Akademie, schlaegt sich mit Gelegenheitsjobs durch und probiert sich aus als Pantomime, Schauspieler und Kabarettist. Dinge, die ihn magisch anziehen, sammelt er und laesst sich von ihnen ihre Geschichte erzaehlen.

1963 eroeffnet er ein Antiquitaetengeschäft, in dem er alles, was er zuvor gesammelt hat, zum Verkauf anbietet.

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Hier begegnet er im gleichen Jahr der fuenfzehn Jahre juengeren Schauspielerin Heide Bernhoeft, Spross einer Familie von Opernsaengern, Schauspielern und Musikern. Sie wird seine Muse und Gefaehrtin. Fuer beide ist es die 'Liebe auf den ersten Blick', die zur großen Liebe wird. Heide gibt ihm den Rahmen, in dem er sich entfalten kann. Er entwirft Kleider, kreiert Schmuck, bemalt Stoffe für sie, bis er 1968, im Alter von vierzig Jahren, in einem spontanen, unwillkuerlichen Akt der Befreiung zur Malerei findet. Die Bilder stroemen aus ihm heraus, es bleibt ihm nichts anderes uebrig, als sich ihnen zu überlassen. Einem Wuenschelrutengaenger gleich hat er zwanzig Jahre lang gesucht und ist nun endlich auf seine (Bilder-)Quelle gestossen. Diese Quelle und er sind eins; und so wie Erfahrungen ihn veraendern, so veraendern sich auch seine Bilder. Deren Titel stammen meist von Heide. Sie sind Annaeherungen.

1972 verkaufen Werner und Heide von heute auf morgen ihr Antiquitaetengeschaeft, loesen die Wohnung auf und ziehen, einer unbestimmten Sehnsucht folgend, mit vielen Farbtuben und Leinwand zunaechst nach Nepal und dann weiter nach Sri Lanka. 1974 kehren sie zurueck, kaufen sich ein Bauernhaus im Westerwald, in das Werner Hansche sich zurueckziehen und malend die Welt draussen lassen kann. Ab Mai 2000 leben Werner und Heide Hansche in Duesseldorf. 2003 malt er sein letztes Bild.

Am 6. April 2010 ist Werner Hansche sanft entschlafen.

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Foto-Biografie von 1928 - 2010 >>>>>>>>>>>>>>>>

www.werner-hansche.de

Pressestimmen

Da steht ein Maler, und er sieht aus wie ein buddhistischer Moench... steht schuechtern in einer farbbegierigen Gesellschaft... Er laesst es über sich ergehen, angestaunt zu werden ob seines Habitus, aber es gelten seine Bilder.... Er malt Wachtraeume und traeumt beim Malen... Er interpretiert keine Seelenzustaende, er malt sie direkt... Das alles malt er: die Seele, die Freude, die Angst, die Musik, die Luft und loest Bedraengnisse, mit denen andere zum Psychiater gehen muessen. Und indem er Traeume und Aengste malt, loest er sie auf im Betrachter. Was kann ein Maler eigentlich mehr vollbringen?
RHEIN-ZEITUNG

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Sparsamkeit war des Kuenstlers Sache nie. Hansche ist von der schoepferischen Sorglosigkeit dessen, der aus dem Vollen lebt; aus dem Vollen der Freude, dem Vollen des Lebens, aus dem Vollen vor allem des Herzens... Bei Hansche dominiert ohne Zweifel sein überschaeumendes Farbtemperament, sein vitales Menschentum. Seine Farbpalette kennt aber auch delikateste Mischungen, zarteste Abstufungen. Sein Gemuet lebt sich nicht weniger aus in Bildern von der Lautlosigkeit einer Windstille nach dem Sturm, einer melodioesen Serenitaet nach den Wellenbrechern seiner expressiven Ausbrueche... Angeoedet durch die immer seelenloser werdenden Städte, die uns mit dem Abfall ihres entgeistigten Konsums bis in die Museen hinein verfolgen - sehnt sich unser Herz heute nicht nach dieser verschwenderischen Ueberfuelle, nach einer Kunst wie der von Werner Hansche?
DR. KURT EITELBACH, MITTELRHEIN-MUSEUM, KOBLENZ

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Eine verschwenderische Farbfuelle zeichnet den postasiatischen Hansche aus, dazu eine schoene, leichte Freiheit der Behandlung seines Stoffes... Tiere und Menschen reagieren stumm, doch wie in einem fraglosen Glueck auf diesen Rausch aus Farbe und Vegetation... Vom gleichen poetischen Geist geprägt sind die großen Gemaelde zum Thema Rummelplatz, das Hansche fasziniert wie jeden anderen Kuenstler zwischen Traum und Tag... und die schmerzliche, bonbonrosafarbene "Hochzeit der siamesischen Zwillinge" ist sicherlich Hansches traurigstes Bild von Anbeginn bis jetzt.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

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Werner Hansches Bilder werden von der Farbe beherrscht. Aus der Farbe heraus gestaltet er seine aus dem Inneren kommenden Vorstellungen und verdichtet sie zu Expressionen von bedraengender Intensitaet... Unbedingte Ehrlichkeit sich selbst gegenueber empfindet man, wenn man ihm zuhoert...
NEUE-RUHR-ZEITUNG

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Dies sind Bilder der Seele, zeitlos fern und uns doch vertraut, jenseits aller Modestroemungen und tiefgruendelndem Akademismus. Ob man ihnen Surreales, Mythisches, Symbolisches attestiert, sie entziehen sich der Einordnung, der Analyse. Sie sind tiefgruendig und einfach, skurril und urspruenglich, heiter und traurig zugleich, eben HANSCHE.
DR. INGMAR BERENSON

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Unbeeinflusst vom Kunstbetrieb, durch kein Programm festgelegt, nicht durch Routine entseelt gestaltet der Kuenstler, der sich etwas von einem Hippie und Globetrotter erhalten hat, auf eine zugleich poetische und urspruengliche Weise die Seelenbilder der Menschheit, die Urerfahrungen von Geburt und Tod, Hell und Dunkel, Mann und Frau... Im Gegensatz zu dem Runden, in sich Abgeschlossenen seiner frueheren Bilder, gibt es heute Ecken und Kanten, Formen, die offen bleiben, als haette der Mensch Hansche dank der Kunst gelernt, mit den Gegensaetzen und Haerten des Daseins zu leben, ohne sie harmonisieren zu muessen...
RHEIN-NECKAR-ZEITUNG

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Mittlerweile hat Hansche neue kompositorische Mittel gefunden. Die Bilder haben sich strukturell wieder gefestigt, aber nicht in den alten organischen Rundungen, sondern in kristallinen Brechungen, helleren, manchmal fast aggressiven Farben, zu denen jetzt auch das Weiß zaehlt, in architektonischen Details und vielen ornamentalen, skripturalen Zeichen. Aus Traeumen und alten Mythen schoepft der Kuenstler natürlich immer noch - insofern sind die neuen Bilder auf den ersten Blick mit Hansche zu identifizieren. Aber er hat sich befreit, scheint spontaner und gleichzeitig distanzierter zu arbeiten und hat geradezu abenteuerliche Techniken entwickelt, um die Fuelle neuer Moeglichkeiten in den Griff zu bekommen...
MANNHEIMER MORGEN

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© 2016 Werner Hansche - VG Bild-Kunst